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Über uns

Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München

Das Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München befasst sich mit der Entstehung und Prävention von Typ-1-Diabetes. Institutsdirektorin und wissenschaftliche Leiterin der Fr1daplus-Studie ist Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler. Sie hat seit 2011 zudem den Lehrstuhl für Diabetes und Gestationsdiabetes am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München inne und ist Leiterin der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München.

Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler; Direktorin des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München; Professorin, Lehrstuhl für Diabetes und Gestationsdiabetes am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München; Vorstandsvorsitzende der Forschergruppe Diabetes e. V. ©Helmholtz Zentrum München

Unsere Mission

Unsere Mission als Studienteam ist es, Typ-1-Diabetes früh zu erkennen und dadurch früh gut zu behandeln. Dieses Ziel erreichen wir durch die bevölkerungsweite Früherkennungsuntersuchung für Typ-1-Diabetes in Bayern und für nahe Angehörige von Menschen mit Typ-1-Diabetes deutschlandweit. Wir gehen damit einen entscheidenden Schritt in Richtung unserer Vision: eine Welt ohne Typ-1-Diabetes.

Vorreiterstudie zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes: Fr1da

Im Jahr 2015 wurde die Fr1da-Studie in Bayern vom Helmholtz Zentrum München, unter der Leitung von Frau Prof. Ziegler, in Kooperation mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. und dem PaedNetz Bayern e. V. als Modellprojekt  initiiert. Durch die Bestimmung der gegen Betazellen gerichteten Antikörper in einer kleinen Kapillarblutsprobe aus der Fingerkuppe, werden die Kinder auf ein Frühstadium des Typ-1-Diabetes untersucht. Sie ist derzeit das weltweit größte öffentliche Gesundheitsscreening-Programm für präsymptomatischen Typ-1-Diabetes und wird in Zusammenarbeit mit 663 teilnehmenden Kinderärzten und 17 Partnerkliniken in 13 Städten in Bayern, im Rahmen der Routineversorgung durchgeführt. Inzwischen wird die Studie auch in weiteren Bundesländern durchgeführt. Ein Früherkennungstest für Typ-1-Diabetes wird nun auch Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren in Niedersachsen und Hamburg, sowie in Sachsen kostenlos angeboten.

155.418 Kinder (Stand: November 2021) haben bisher an der Fr1da-Studie in Bayern teilgenommen.

Aktuelle Auswertungen der Studie zeigen eine Senkung von diabetischen Ketoazidosen (DKAs) bei klinischer Manifestation des Typ-1-Diabetes auf ca. 3% bei Kindern mit zuvor diagnostiziertem Frühstadium, und auf ca. 1% nach zusätzlicher Teilnahme der betroffenen Familien an der angebotenen Diabetes-Schulung. [2] Ohne frühe Diagnose im Rahmen eines Früherkennungstests betrug die Rate für DKAs in Deutschland seit vielen Jahren über 20% [1] und lag im Jahr 2020 bei 45%. [2]

Die Studie liefert somit die Grundlage, neue Richtlinien für künftige Diagnoseverfahren zu formulieren und eine Empfehlung hinsichtlich einer Aufnahme des Screenings in den Leistungskatalog der Regelversorgung zu diskutieren.

 

[1] Segerer H, Wurm M, Grimsmann JM, et al. Diabetic Ketoacidosis at Manifestation of Type 1 Diabetes in Childhood and Adolescence—Incidence and Risk Factors. Dtsch Arztebl Int 2021 Jun 4; 118 (Forthcoming).

[2] Kamrath C, Mönkemöller K, Biester T, et al. Ketoacidosis in Children and Adolescents With Newly Diagnosed Type 1 Diabetes During the COVID-19 Pandemic in Germany. JAMA 2020 Jul 20; 324(8):801-804.

Gemeinsam mehr erreichen – unser Netzwerk

Um Kompetenz, Erfahrung und Ressourcen zu bündeln, arbeiten wir in einem erfolgreichen Netzwerk aus Forschung und Praxis. 

Ehemalige Ministerin und Schirmherrin Huml bei der Eröffnung des neuen Studienzentrums für Diabetesforschung des Helmholtz Zentrum München am 11. März 2019 © Helmholtz Zentrum München

Schirmherrschaft

Botschafter-Duo

Margit Sarholz & Werner Meier

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